Wartung und Prüfung von Feststellanlagen an Feuer- & Rauchschutzabschlüssen

Das Institut für Bautechnik (lfBt-Berlin) fordert in der Zulassung für Feststellanlagen an Feuerschutz- Abschlüsse:

Allgemeine Sichtkontrolle
Inaugenscheinnahme der Abschlüsse im Hinblick auf Beschädigung oder sichtbare Mängel.

Überprüfung der mechanischen Funktionsfähigkeit des Abschlusses
Um auch die mechanischen Anforderungen an Feuerschutztüren- und Tore zu gewährleisten, ist eine mindestens einmal jährlich durchzuführende Kontrolle mit Beseitigung festgestellter Mängel unerlässlich.

Der Abschluss muss sich aus jeder beliebig weit geöffneten Stellung nach Freigabe selbsttätig schließen. Wird die „ZU-Stellung“ nicht durch die vorgesehene Federkraft bei Drehtüren oder das Schließgewicht bei Schiebetoren und Hubtoren erreicht, ist eine Gangbar machung zur Wiederherstellung der Leichtgängigkeit erforderlich.

Bei Drehtüren Bänder ölen, Federband oder Türschließer nachstellen. Bei Schiebetoren Laufschienen säubern, evtl. die Lauffläche der Laufschiene bei Röhrenlaufwerk mit Öllappen leicht einölen.

Die Kugellager der Laufrollen haben eine Dauerschmierung im Werk erhalten und brauchen nicht geschmiert zu werden.

Bei Schiebetoren und Hubtoren sind der Schließgeschwindigkeitsregler und der Dämpfungszylinder so einzustellen, dass die Zulaufgeschwindigkeit nicht zu groß und die Zulaufwucht voll aufgefangen wird, damit keine Unfallgefahr entsteht und keine Beschädigungen der an der Mauer befindlichen Torteile eintreten können.

Überprüfung der Feststellanlage

Die Feststellanlage muss mindestens einmal monatlich vom Betreiber in eigener Verantwortung überprüft und ständig betriebsfähig gehalten werden. Die Prüfungen dürfen nur von einem Fachmann oder einer hierfür ausgebildeten Person durchgeführt werden. Der Betreiber ist verpflichtet,  jährlich eine Prüfung auf ordnungsgemäße Arbeitsweise und störungsfreies Zusammenwirken aller Bauteile und eine Wartung der Feststellanlage vorzunehmen oder vornehmen zu lassen. Diese Prüfungen und deren Ergebnisse sind in einem Prüfbuch zu vermerken.

Die Feststellanlage besteht aus Feststellvorrichtung (elektr. Haftmagnet, Türschließer oder Magnetkupplung) und Auslösevorrichtung (einem oder mehreren in Reihe hintereinander geschalteten Rauchschaltern.

Durch ein Strömungsprüfröhrchen, durch das Rauch erzeugt wird, oder notfalls durch den Rauch einer Zigarre oder Zigarette wird Rauch in die Rauchkammer des zu prüfenden Rauchschalters geblasen. Wenn der Rauchschalter in Ordnung ist, muss die Lampe aufleuchten und die Stromzufuhr (Gleichstrom 24 Volt) zur Feststellvorrichtung unterbrochen werden. Hierdurch wird die Magnetkraft aufgehoben und der Abschluss zur selbsttätigen Schließung freigegeben.

Nach ca. 10 – 30 Sekunden, wenn sich der in der Rauchkammer des Rauchschalters befindliche Rauch verflüchtigt hat, geht die Lampe wieder aus, und die Feststellvorrichtung erhält wieder ihre 24-Volt-Stromzufuhr und hält also den geöffneten Abschluss wieder fest.

Sollte ein Rauchschalter trotz einwandfreier Stromzufuhr nicht ansprechen, so ist er zur Überprüfung und Instandsetzung einzuschicken.

Der Rauchschalter muss grundsätzlich nach einer Betriebsdauer von 6 Jahren einer Generalprüfung im Herstellerwerk unterzogen werden. Nach diesem Zeitraum ist die Verschmutzung des Gerätes so weit fortgeschritten, dass ein einwandfreies Arbeiten nicht mehr gewährleistet ist.

Diese jährlich mindestens einmal durchzuführende „Sachkundigen Prüfung“ führen wir gerne für Sie durch.

Fordern Sie unser unverbindliches und kostenloses Prüf- und Wartungs- / Serviceangebot an!